Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG

Einführung eines Integrierten Betriebsführungssystems (IBS)

Projektlaufzeit: November 2007 - Oktober 2008

Einführung IBS / Projektumfang:

Das Ziel war es, die Investitions- und Instandhaltungsmittel optimaler in den Netzen einzusetzen (Asset-Management). Hierfür mussten zwei Voraussetzungen geschaffen werden:

  1. exakte Informationen über die Lage, die Dimensionen, die Materialarten aber vor allem über den Zustand der Betriebsmittel der Netze und
  2. effektive Arbeitsverfahren und Arbeitsmittel um den Betrieb, die Instandhaltungen und die Investitionen effizient zu gewährleisten

Umsetzung und Ergebnisse

In der LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG wurden Prozessbeschreibungen für den Betrieb, die Instandhaltung, die Investitionsplanung und -umsetzung sowie die Dienstleistungen erarbeitet und werden bereits seit Jahren angewendet.

Bisher fehlten jedoch effektive technisch - betriebswirtschaftliche Informationstechnologische Arbeitsmittel für die Steuerung der Leistungen im Bereich der Netze sowie deren Auswertung.

Im Instandhaltungsmodul PM (Plant Maintenance) des in der LWG eingesetzten ERP (Enterprice Ressource Planning) -Systems SAP waren nicht alle Leistungsarten und Betriebsmittel detailliert genug abgebildet.

Die umfangreichen Netzdaten über Kanäle, Rohrleitungen, Armaturen etc. stehen jedoch im Netzinformationssystem (NIS) ausreichend genau zur Verfügung. Dadurch ist es möglich diese aktuell, konsistent und verlässlich den Anwendern bereitzustellen.

Die Kopplung der technischen (NIS - GISx) und der kaufmännischen (ERP - SAP-PM/CO) IT-Anwendung zum integrierten Betriebsführungssystem IBS, ohne (!) vollständige Überführung des Bestandes an Netzinformationen aus dem NIS in das ERP-System ermöglicht das effiziente

  • planen,
  • beauftragen,
  • rückmelden,
  • technisch und betriebswirtschaftliche Auswerten (Leistungen, Kosten/Leistung, material) aller beschriebenen Aktivitäten für jedes Betriebsmittel (Asset) "in den Netzen".

 

Nachfolgend einige Bildschirmabzüge zum vorgestellten Thema:

 

Abb. 1: Auswahl von NIS-Objekten im GIS als Vorbereitung für einen neuen Wartungsauftrag "Bedarfsreinigung"

 

Abb. 2: Markierung der NIS-Objekte im GIS mit Zeitstempel und nächster freier Meldungsnummer / Die Meldungsnummern stellen das Bindegleid zwischen GIS und SAP dar

 

Abb. 3: Darstellung des vorzubereitenden Auftrages in der GIS-Maske "SAP-Auftrag" / Meldungsart und IH-Leistungsart müssen noch ausgewählt werden, bevor der Auftrag an SAP übergeben wird / Auch die Erstellung eines Kartenausschnittes im PDF-Format zur weiteren Verwendung im SAP ist möglich

 

Abb. 4: Der gemeldete Auftrag aus SAP-Sicht / Meldungen aus dem GIS und Rückmeldungen aus dem SAP funktionieren bidirektional, d.h. der Zugriff beider Systeme erfolgt Online auf einen gemeinsam genutzten Datenpool (!)

 

Abb. 5: Der Auftrag wird im SAP weiter verarbeitet

 

Abb. 6: Arbeitsauftrag im SAP in der Druckansicht

 

Abb. 7: Kostenübersicht des Arbeitsauftrages im SAP

 

Abb. 8: Der Arbeitsauftrag wird nach dem kaufmännischen Abschluss im SAP dem GIS als abgeschlossen zurückgemeldet / vor dem kaufmännischen Abschluss muss der Auftrag technisch abgeschlossen sein

 

Abb. 9: Vom SAP technisch und kaufmännisch abgeschlossener Auftrag aus der GIS-Sicht / Alle jemals zu einem NIS-Objekt erstellten Aufträge werden dauerhaft gespeichert und können für weitere Auswertungen sowohl im GIS als auch im SAP verwendet werden

 

Projektleitung: Jeanette Klahre / Ralf Gärtner

 

Autor: Markus Hoffmann

 

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